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Publisher: ENERTRAG SE
Brandenburg eSAF: Bundeswirtschaftsministerin Reiche übergibt Förderbescheid über 350 Millionen Euro für Deutschlands größte Anlage zur Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen in Schwedt

V.l.n.r.: Eva-Maria Dichtl (Leitung H2 & PtL bei ENERTRAG), Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Jan Toschka (CEO Zaffra), Dr. Gunar Hering (CEO ENERTRAG), Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke
© Angela RegenbrechtSchwedt/Oder (iwr-pressedienst) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke haben heute in Schwedt den Fördermittelbescheid für das Projekt “Brandenburg eSAF” offiziell übergeben. Bund und Land Brandenburg fördern das Vorhaben mit insgesamt 350 Millionen Euro. Auf dem Gelände der PCK-Raffinerie errichten ENERTRAG und ZAFFRA Deutschlands größte Produktionsanlage für nachhaltige Flugkraftstoffe (Electric Sustainable Aviation Fuels – eSAF) im industriellen Maßstab. Das Projekt firmiert künftig unter dem Namen “Brandenburg eSAF” (bisher Concrete Chemicals).
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche: „Es kommt jetzt darauf an, die Energieversorgung in der PCK und der Region dauerhaft zu stabilisieren, Wachstumspotenziale gezielt zu stärken und neue Investitionen anzustoßen. Das von uns geförderte Projekt „Brandenburg eSAF“ ist dafür ein zentraler Baustein: Es verbindet industrielle Stärke mit Innovation, erschließt neue Wertschöpfungsketten und eröffnet langfristige Perspektiven für Beschäftigung, Wohlstand und Versorgungssicherheit.“
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke: „In Brandenburg herrschen ideale Voraussetzungen für die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts. Brandenburg war, ist und bleibt Vorreiter für neue Antriebstechniken, auch in der Luftfahrt.“
Wirtschafts- und Energieministerin Martina Klement: „Mit dem Brandenburg eSAF-Projekt investieren wir zum richtigen Zeitpunkt entschlossen in die Zukunft unseres Industriestandorts. Das ist ein starkes Signal für technologische Souveränität, Klimaschutz und sichere industrielle Wertschöpfung in Deutschland. Das Land Brandenburg und der Bund stehen dabei fest an der Seite des Standorts Schwedt. Gemeinsam zeigen wir: Der Wandel hin zu grüner Industrie gelingt nicht gegen die bestehenden Industrieregionen, sondern mit ihnen.“
Dr. Gunar Hering, CEO von ENERTRAG: „Brandenburg eSAF verbindet, was zusammengehört: erneuerbare Energie aus der Region, industrielle Tradition in Schwedt und den klaren politischen Willen von Bund und Land. So entsteht ein Kraftstoff, der die Luftfahrt klimaneutral macht und Arbeitsplätze in der Uckermark sichert."
Jan Toschka, CEO von ZAFFRA: „Mit der heutigen Übergabe des Förderbescheids setzt Deutschland ein klares Signal: Nachhaltige Flugkraftstoffe in industriellem Maßstab haben einen festen Zeitplan und einen konkreten Standort. ZAFFRA bringt die Technologie, ENERTRAG die Erneuerbare Energie, Schwedt die Infrastruktur. Gemeinsam schaffen wir hier eine Blaupause für die europäische eSAF-Industrie."
Ein Viertel des deutschen eSAF-Bedarfs ab 2030
Brandenburg eSAF produziert ab 2030 jährlich mehr als 30.000 Tonnen eSAF auf dem Gelände der PCK-Raffinerie in Schwedt. Die Anlage stellt aus mittels grünem Strom gewonnenen Wasserstoff und biogenem CO₂ über das Fischer-Tropsch-Verfahren klimaneutrale Flugkraftstoffe her, die im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mehr als 90% weniger CO2-Emissionen verursachen. Mit dieser Kapazität deckt das Projekt ein Viertel der deutschen eSAF-Beimischquote ab, die die ReFuelEU Aviation-Verordnung ab 2030 vorschreibt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt mehr als 500 Mio. Euro, davon fördert der Bund 245 Mio. Euro und das Land Brandenburg 104 Mio. Euro. Diese Förderung unterstreicht das Vertrauen der öffentlichen Hand in dieses Leuchtturmprojekt.
Energiesouveränität und lokale Wertschöpfung
Brandenburg eSAF reduziert Abhängigkeit von volatilen Öl-Importen, indem es auf lokale Rohstoffe setzt und heimische Kraftstoffversorgungsketten stärkt. Lokal produzierter Strom kann vor Ort veredelt werden und zu mehr Energiesouveränität in Deutschland beitragen.
Das Vorhaben schafft rund 150 qualifizierte Arbeitsplätze am Standort, in der Bauphase entstehen bis zu 1.500 Arbeitsplätze in der Region. Erneuerbare Geschäftsmodelle, Klimapolitik und etablierte Industriestrukturen greifen hier ineinander und stärken den traditionsreichen Industriestandort Schwedt.
Technologie und Partner
ZAFFRA, ein Joint Venture von Topsoe und Sasol, bringt seine innovative G2L-eFuels-Plattform ein, die Sasols Fischer-Tropsch-Synthese mit Topsoes eREACT-Technologie kombiniert. ENERTRAG steuert seine Expertise bei Erneuerbaren Energien für die Wasserstoffelektrolyse bei. Das benötigte CO₂ liefert LEIPA Georg Leinfelder, ein Papierhersteller mit Sitz in Schwedt. Der grüne Wasserstoff wird zum Großteil über das H₂-Kernnetz (FLOW-Pipeline der Gascade) bezogen. Dies verleiht dem Projekt zukünftige Skalierbarkeit. Eine zusätzliche On-site-Elektrolyse ergänzt die Wasserstoffversorgung. Im April 2026 haben die Projektpartner die Griesemann Gruppe mit den Ingenieursstudien für den Anlagenbau beauftragt. Die Investitionsentscheidung wird bis Ende 2027 angestrebt, der Produktionsstart für 2030 anvisiert.
Über ENERTRAG
Seit mehr als 25 Jahren setzt ENERTRAG die Energiewende um. Über 1.200 Mitarbeiter*innen planen, bauen und betreiben Verbundkraftwerke: basierend auf Wind- und Solaranlagen, eigener Netzinfrastruktur, Batterien und Elektrolyseuren. Diese liefern verlässlich und bedarfsgerecht Strom, Wärme und grünen Wasserstoff – und ersetzen so jedes fossile Kraftwerk.
Mit unseren eigenen Anlagen erzeugen wir jährlich rund 2.000 Gigawattstunden Strom aus Wind und Sonne und seit 2011 grünen Wasserstoff. Auf dieser Basis entwickeln wir Energieprojekte mit über 30 Gigawatt Leistung – in neun Ländern auf vier Kontinenten.
ENERTRAG steht für die globale Energieversorgung der Zukunft: nachhaltig, sicher, regional verankert. Damit unsere Erde lebenswert bleibt.
www.enertrag.com
Über Zaffra
Zaffra ist ein Joint Venture zwischen Sasol und Topsoe, das die Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe vorantreibt. Ziel von Zaffra ist es, die Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors zu beschleunigen, gestützt auf Weltklasse Technologien, Asset Entwicklung und Betriebskompetenz der Anteilseigner. Mehr unter www.zaffra.com
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BU: V.l.n.r.: Eva-Maria Dichtl (Leitung H2 & PtL bei ENERTRAG), Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Jan Toschka (CEO Zaffra), Dr. Gunar Hering (CEO ENERTRAG), Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke
© Angela Regenbrecht
Schwedt/Oder, den 11. Mai 2026
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Zaffra B.V.
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